Klimathon – da geht noch mehr

Seit dem 27. September läuft der zweite Oberurseler Klimathon und unsere Halbzeitbilanz lautet: „Bei der derzeitigen Anzahl der Teilnehmer*innen ist noch Luft nach oben!“

Insbesondere im Hinblick auf die ambitionierte Wette von Bürgermeisterin Antje Runge und Erstem Stadtrat Christof Fink: Wenn sich 1 % der Oberurseler*innen am Klimathon beteiligen, treten die beiden als „Lebensmittelretter“ auf dem Wochenmarkt an. Bis zu den benötigten 467 Teilnehmer*innen fehlten zum Amtsantritt von Antje Runge am 15.10.21 noch exakt 400 Personen.

So einfach bist Du dabei!

Die Teilnahme ist sehr einfach: Wer vergangenes Jahr teilgenommen hat, braucht nur den neuen Code 2ok-2021 (für Einzelpersonen) oder 2ok-3 (für das Team LOK) in die App einzugeben und kann direkt loslegen. Neu-Teilnehmer*innen können die App in den jeweiligen App Stores kostenlos herunterladen, den Code eingeben und sofort an der Aktion teilnehmen. Gut zu wissen: die App speichert keine personenbezogenen Daten!

In der Firma, in der Schule, im Verein – im Team!

Die Teilnahme am Klimathon macht im Team noch mehr Spaß! Wir rufen daher alle Oberurseler Firmen, aber auch interessierte Schulen oder Schulklassen, Vereine und Institutionen, Familien, WGs oder sonstige Runden auf, weitere Team zu melden. Die könnt ihr ganz einfach mit einer formlosen E-Mail an klimathon@oberursel.de .

Ein Vorteil für Unternehmen, die ein Corporate Social Responsibility–Berichtswesen haben: Es besteht die Möglichkeit, die erworbenen Klimapunkte des Firmenteams bei worldwatchers zu erfragen und diese dann entsprechend in die Berichterstattung einfließen zu lassen.

FAQ-Stunde zum Klimathon am 25.10. via Zoom

Das Klimathon-Team bietet am Montag, 25. Oktober, um 18.30 Uhr, eine Online-Begegnungsveranstaltung mit Klimaschutzmanager Georg Hiltl und worldwatchers-Gründer Christoph Kunz an. Interessierte können sich unter dem Link https://bit.ly/3FJj5Q5 via zoom ganz einfach zuschalten. Hier werdet Ihr Eure Fragen los und könnt mit den Initiatoren diskutieren.

Halbzeitbilanz

Welche Challenges waren bisher die Beliebtesten?

Bisher wurden rund 700 Challenges gemeistert. Spitzenreiter ist derzeit der Ersatz von gekauftem Mineralwasser durch Leitungswasser, gefolgt von energiesparendem Wäschetrocknen und Geschirrspülen, der Umstellung auf Ökostrom und dem Ersatz von Kuhmilch durch Hafermilch.

Was bedeutet das alles in Zahlen?

Auf den Zeitraum einer Woche gerechnet haben die derzeitigen Teilnehmer*innen gemeinsam schon über 3 Tonnen CO2 eingespart. Das hört sich zunächst nicht sehr viel an. Aber auf ein Jahr hochgerechnet würden hieraus immerhin 156t CO2– vorausgesetzt die Teilnehmer*innen integrieren das Verhalten der Challenge dauerhaft in ihren Lebensstil.

Damit der Klimathon noch an Fahrt gewinnt, haben die Projektpartner beschlossen, die Aktion bis 30. November zu verlängern.

Weitere Informationen zum Klimathon findet ihr auf Klimathon | Oberursel im Dialog

Klimathon-Wette

Zukünftige Bürgermeisterin Runge und erster Stadtrat Fink fordern Bürgerinnen und Bürger heraus

Am 27.09. fiel der Startschuss zum zweiten Oberurseler Klimathon. Bis zum 07.11.21 sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Antje Runge, die am 15. Oktober ihr Amt als Bürgermeisterin unserer Stadt antritt, und der erste Stadtrat Christof Fink setzen sich persönlich für mehr Klimaschutz in unserer Stadt ein. „Die Zeit drängt und die notwendigen Veränderungen, um unser Klima zu schützen, müssen auf allen Ebenen angegangen werden. Die Stadt kann und wird ihren Beitrag leisten. Wir alle gemeinsam sind aufgerufen, unseren Alltag klimafreundlicher zu gestalten, damit wir das Ziel der CO2-Neutralität so schnell wie möglich erreichen“, so Antje Runge. Gemeinsam mit Christof Fink, der selbst bereits am ersten Klimathon teilgenommen hat, ruft sie alle Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen beim Oberurseler Klimathon auf, der noch bis zum 07.11. läuft.

Als besondere Motivation gehen die beiden eine Wette mit den Oberurselerinnen und Oberurselern ein:

„Wenn 1% der Bürgerinnen und Bürger beim Klimathon mitmachen, verkaufen wir beide gemeinsam gerettetes Gemüse auf dem Wochenmarkt.“

Zum 31.12.2019 leben 46.935 Menschen in Oberursel – somit ist die Wette erfüllt, sobald 470 Personen teilnehmen.

Auch weiterhin ist eine Anmeldung zum Klimathon möglich – sowohl als Einzelperson mit dem Code 2ok-2021, als auch im Team der LOK mit dem Code 2ok-3.

Digitaler Projektabend der LOK: Fünf neue Klimaschutzprojekte zum Mitmachen vorgestellt

Am Donnerstag, den 10. Juni 2021, fand ein weiterer Projektabend der Lokalen Oberurseler Klimainitiative (LOK) statt. Corona-bedingt vollständig digital und „hoffentlich das letzte Mal in dieser Form“ begrüßte der Moderator und Mitgründer der LOK, Jan Schilling, die Teilnehmenden an den Bildschirmen. „Wir wollen wie bei den vorangegangenen LOK-Projektabenden allen Klimabegeisterten eine Bühne für ihre Ideen geben und die Möglichkeit eröffnen, Mitstreiterinnen und Mitstreiter dafür zu finden“, so Schilling weiter.

Mehr als 30 Menschen schalteten sich in die Veranstaltung ein, unter ihnen auch die im März gewählte Bürgermeisterin Oberursels, Antje Runge, die bereits die Mitarbeit bei einem Projekt zugesagt hat. Da einige Teilnehmende zum ersten Mal bei einem LOK-Projektabend dabei waren, erläuterte Jan Schilling kurz die Ziele und Arbeitsweise der LOK sowie den Ablauf des Abends.

Fünf konkrete Projektideen wurden präsentiert. Auf die Vorstellung weiterer Ideen musste aus Zeitgründen verzichtet werden. Alle Ideengeber, die am vergangenen Donnerstag nicht zum Zuge kamen, haben jedoch voraussichtlich im Herbst eine weitere Möglichkeit, ihre Klimaschutzideen für Oberursel zu präsentieren. Ergänzt wurden die Vorstellungen von einer Kurzdarstellung von Cordula Nentwig zu einem geplanten Projekt zwischen Köppern und Rodheim, wo auf einer Streuobstwiese ein Permakultur-Waldgarten entstehen soll.

Die fünf LOK-Projektideen wurden vorgetragen von Heinz Jungermann, Peter Cornel, Katharina Blau, Olaf Kallinich und Nha-Yong Au. Hervorragend vorbereitet präsentierten sie ihre sehr verschiedenen Ideen entlang eines klaren Konzepts. Im Anschluss konnten in kleinen Arbeitsgruppen jeweils Fragen und Anregungen diskutiert werden.

Kleine Laster – Fahrradanhänger für Alle

Heinz Jungermann warb für sein Projekt „Kleine Laster – Fahrradanhänger für Alle“. Er möchte Fahrradanhänger für viele Bürgerinnen und Bürger auch im nicht ganz steigungsfreien Oberursel nutzbar machen. Unter Ausnutzung von möglichen Zuschüssen des Landes Hessen könnten Familien oder Nachbarschaftsgruppen einen Lastenanhänger erwerben. Auch könnten Unternehmen zum Sponsoring gesucht werden – eine ideale Werbefläche bieten diese Lastenanhänger für klimabewusste Firmen. „Flexibler und günstiger als ein SUV oder ein Lastenrad und daher ideal zum Transport von Getränkekisten oder Fahrten zum Bauhof oder Gartencenter“, so beschreibt Heinz Jungermann die Vorteile eines Lastenanhängers. „Ein Ersatz für ein Lastenrad-Verleihsystemsoll es bewusst nicht sein und auch nicht den Lieferverkehr ersetzen“, so Jungermann weiter. Ihm ist insbesondere wichtig, dass Probiermöglichkeiten in allen Stadtteilen geschaffen werden und so Abgasemissionen im Stadtverkehr vermieden werden – zugunsten einer sauberen Luft in Oberursel und dem globalen Klima.

Dialogforum Wasser

Peter Cornel, wie Heinz Jungermann auch Mitglied des Kernteams der LOK, möchte ein „Dialogforum Wasser“ in Oberursel ins Leben rufen. „Der Wassermangel in Oberursel in den letzten Jahren sowie Zerstörungen und Überschwemmungen durch Starkregenereignisse, zeigen deutlich, welche Bedeutung der Klimawandel für das Thema Wasser in Oberursel hat“, erläutert Peter Cornel, „Ziel meines Projektes ist es daher, Oberursel zu einer wassersensiblen Stadt weiterzuentwickeln.“ Als Dialogpartner kommen viele verschiedene Vertreterinnen und Vertreter in Betracht: Politikverantwortliche, die Forstwirtschaft, der BSO und die Stadtwerke, Unternehmen, Großverbraucher und vor allem die Bürgerinnen und Bürger von Oberursel. Konkret sollen Maßnahmen noch im Verlaufe des Jahres 2021 identifiziert, mit Interessierten und Betroffenen diskutiert und dann in 2022 mit der Umsetzung begonnen werden. Maßnahmen können z.B., das Sammeln, Nutzen und Versickern von Dachregenwasser sein statt es via Kanalisation in die Kläranlage einzuleiten, Maßnahmen um Regenwasser im Wald zurückzuhalten und zu versickern, Begrenzung der Flächenversiegelung, gezielte Ableitung und Rückhalt von Starkregen, Nutzung von Regen- und Brauchwasser zur Bewässerung von Park- und Sportanlagen, verstärkte Innenstadtbegrünung zur Kühlung der Innenstadt aber auch Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung bei Bürger:innen, Schüler:innen, Stadtplaner:innen, Architekt:innen, ….

Ein erstes Treffen der Projektgruppe ist für den 21. Juni 2021 geplant. Wer hieran teilnehmen möchte, melde sich bitte bei info@l-o-k.de

Wattbewerb

Katharina Blau möchte dafür sorgen, dass Oberursel am „Wattbewerb“ teilnimmt. Der Wattbewerb ist ein bundesweit stattfindender Wettbewerb, mit dem ein massiver Ausbau der Photovoltaik in den Städten erreicht werden soll. Ziel ist es, die installierte Photovoltaik-Leistung auch in Oberursel von zurzeit rund 3.000 kW zu verdoppeln. Dies deckt sich ganz hervorragend mit den Zielen der LOK, die im Bereich der Photovoltaik bereits einen Beitrag zu vielen nicht nur privaten Solarenergieprojekten hat leisten können. Katharina Blau sucht Menschen, die sie und die LOK dabei unterstützen, dass die Sonne noch mehr als Energieträger genutzt wird, sei es über Dach- oder Balkonanlagen oder auch sogenannte Agrophotovoltaikprojekte, wo Landwirtschaft und Sonnenstromerzeugung kombiniert werden können. Die LOK und das Projektteam freuen sich sehr, dass Antje Runge in der Veranstaltung ihre ehrenamtliche Unterstützung schon vor ihrer Amtseinführung im Oktober 2021 ankündigte und das Projekt vorantreiben möchte.

Wärmewende

Olaf Kallinich und sein Projekt der „Wärmewende“ zielen auf zwei wesentliche „Klimakiller“: die Gebäudebeheizung und Wassererwärmung. Beides erfolgt auch in Oberursel noch fast ausschließlich auf Basis fossiler Energieträger wie Öl und Gas – mit den entsprechenden Mengen CO2-Emissionen. Olaf Kallinich ist überzeugt, dass es umweltschonende und kostengünstige Alternativen, wie z.B. die Wärmepumpentechnik, gibt, die noch zu wenig im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen sind. Daher möchte er zum einen im Rahmen seines Projekts Beratung bei Wärmeenergiefragen anbieten und gleichzeitig dazu beitragen, dass auch für Oberursel ein Wärmeatlas erstellt wird. Neben drei Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Abends, die sofort ihre Mitarbeit angeboten haben, sucht Olaf Kallinich noch weitere Interessenten, gerne mit technischem Hintergrundwissen, aber auch z.B. Schülerinnen und Schüler, die bei der Datenerhebung für den Wärmeatlas mitmachen wollen.

Insekten- und Bienenwiesen

Nha-Yong Au stellte ihre Projektidee der „Insektenwiesen in Orschel“ vor. Sie möchte bis zum Sommer nächstes Jahr eine Vielzahl von Insekteninseln um die Stadtbäume und auch auf Bushaltestellen in Oberursel schaffen. Vorbilder für die Idee, so Nha-Yong Au, gebe es in Deutschland und den Niederlanden schon viele, z.B. in Freiburg. Insektenexperten, die als Teilnehmer in der Runde waren, bestätigten die positiven Ergebnisse, die sich durch Insektenwiesen nicht nur für die Artenvielfalt, sondern auch für das Stadtklima ergeben können. In Kooperation mit der Stadt, dem BSO und insbesondere mit den Oberurseler Bürgerinnen und Bürgern sollen aufbauend auf den Aktivitäten, die es schon gibt, weitere Flächen für Insektenwiesen gefunden werden, auf denen dann heimische Pflanzen ausgesät werden sollen. „Gebt den Insekten die Blüten, die sie brauchen, und sie kommen zurück“ – so der ermunternde Beitrag eines Teilnehmers.

Nach zwei Stunden interessanten Austausches hatte jede Projektidee schon die ersten Mitstreiterinnen und Mitstreiter gefunden. Die Fortschritte der neuen, aber auch der bereits laufenden LOK-Projekte werden nach dem Sommer dann hoffentlich wieder „live und in Farbe“ im Rahmen einer weiteren LOK-Veranstaltung vorgestellt werden.

Weitergehende Informationen zu den einzelnen Projekten werden wir nach und nach auf der jeweiligen Projektseite unter dem Menüpunkt “Projekte” ergänzen. Für alle Projekte gilt, dass sie sich über zusätzliche Mitstreiter freuen. Bei Interesse schickt uns einfach eine Mail an info@l-o-k.de.


Der erste voll digitale Projektabend der Lokalen Oberurseler Klimainitiative, Jens-Peter Hornbogen, Mitbegründer der LOK, verfolgt die spannenden Projektideen. Foto: privat.

Parteien antworten auf Forderungskatalog der LOK zum Klimaschutz

Insgesamt 49 Forderungen zu 7 klimapolitisch relevanten Themenbereichen haben die aktiven Mitgliedern der LOK zusammengestellt und an alle Parteien, die sich an den kommenden Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung beteiligen, verschickt. Am 10. Februar war „Einsendeschluß“. Jetzt sind alle Antworten der Parteien hier online einsehbar – sowohl im Original, als auch in Form einer übersichtlicheren Zusammenfassung der zentralen Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Erfreulich ausführliche und detaillierte Rückmeldungen kamen von der SPD, den Grünen, der FDP, der Linken und der neu gegründeten Klimaliste. Sowohl die CDU als auch die OBG antworteten nicht auf die einzelnen Forderungen, sondern verwiesen lediglich auf ihr eigenes Wahlprogramm und dass ihre Haltung zur Klimaschutzpolitik dort nachzulesen sei. Keinerlei Antwort kam von Seiten der AfD.

Alle, die wissen möchten, wie genau es die beteiligten Parteien mit dem Klimaschutz nehmen, können sich nun ein differenziertes Bild machen.

Die Antworten werden der LOK zudem als Messlatte gelten, an der die Arbeit der Parteien in der nächsten Legislaturperiode gemessen werden wird.

LOK verschickt Forderungskatalog zum Klimaschutz an Parteien

Wie ernst nehmen es die Kandidatinnen und Kandidaten der Oberurseler Kommunalwahl mit dem Klimaschutz? Um dieser Frage nachzugehen haben wir einen Forderungskatalog erstellt, der zu sechs zentralen Klimathemen Ideen und Forderungen für eine engagierte Klimapolitik enthält. Dieser wurde heute an die zur Wahl am 14. März antretenden Parteien verschickt. Mehr dazu und den Forderungskatalog selbst gibt es hier.