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WELTUNTERGANG FÄLLT AUS

Jan Hegenberg in Oberursel:
Mit Optimismus gegen die Klimakrise

Oberursel, 12. Juni 2024 – Gestern Abend las der Autor und Energieexperte Jan Hegenberg aus seinem Buch “Weltuntergang fällt aus”. Im ausverkauften Kulturcafé in Oberursel präsentierte der auch als “der Graslutscher” bekannte Autor vor rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörern einen faktenbasierten und optimistischen Blick auf den Umgang mit der Klimakrise.

In seinem Vortrag machte Hegenberg deutlich, dass es beim Thema Klimaschutz vor allem um den Umbau des Energiesektors geht. “Fast 75 % der Treibhausgase entfallen auf diesen Bereich”, so Hegenberg. “Wenn wir es schaffen, den Energiesektor CO₂-neutral zu gestalten, haben wir schon einen riesen Batzen geschafft.”

Der Experte betonte, dass es beim Klimaschutz nicht in erster Linie um persönlichen Verzicht geht. “Selbst wenn man super streng lebt, nicht fliegt, sich vegan ernährt und auf seinen Konsum achtet, hat man in Deutschland noch 4-5 Tonnen CO₂-Ausstoß pro Jahr”, so Hegenberg. “Mit Verzicht allein kann man nur etwas Zeit gewinnen.”

Jan Hegenberg
Jan Hegenberg liest aus "Weltuntergang fällt aus"

Stattdessen müsse der Fokus auf einem Umbau der Infrastrukturen liegen. “Es geht um einen Umbau des Maschinenparks”, so Hegenberg. “Wir können eine florierende Wirtschaft haben, ohne immer mehr CO₂ zu emittieren.”

Hegenberg zeigte sich überzeugt, dass die technischen Möglichkeiten für eine klimaneutrale Zukunft zumindest teilweise bereits vorhanden sind. “Der Wirkungsgrad im Energiesektor wird sich verbessern”, so der Experte. Als Beispiele nennt er: “E-Autos sind deutlich energieeffizienter als Verbrenner und LED verbrauchen nur einen Bruchteil der Energie, die  Glühbirnen verbrauchen.”

Als großes Problem sieht Hegenberg den Status quo-Bias: “Wir Menschen haben lieber das, was wir kennen, als uns auf etwas Neues einzulassen.” Dies erschwere den Umstieg auf neue, klimafreundliche Technologien.

Trotz dieser Herausforderungen zeigte sich Hegenberg zuversichtlich: “Zwischen 2000 und 2019 ist Strom aus Wind und Sonne wahnsinnig billig geworden”, so der Experte. “Die Energiewende ist machbar und bezahlbar.”

Hegenbergs Botschaft war klar: Es ist Zeit zu handeln, aber es gibt keinen Grund zur Panik. Mit dem nötigen Willen und den richtigen Investitionen können wir eine nachhaltige Zukunft gestalten.

 

Vom Punkt zum Netz

Ein Netz aus Klimapunkten für Oberursel

LOK-Gruppe möchte rund um Oberursel ein Netzwerk aus Klimapunkten errichten.

Einzelne Punkte, die klimarelevante Stellen markieren, darüber informieren und Interessierte dazu anregen, selbst aktiv zu werden. So die Idee einer neuen LOK-Gruppe, die sich am 16.05. zum ersten Mal getroffen hat. PV-Anlagen auf Dächern und Balkonen, Retensionsflächen im Wald, Insektenwiesen in der Stadt, an vielen Punkten in und um Oberursel sind LOK-Gruppen bereits aktiv und haben ihre Spuren hinterlassen. Diese Punkte sollen nun markiert und mit einem kleinen Informationsschild versehen werden. Auf dem Schild ein QR-Code, der sich mit dem Smartphone scannen lässt und zu einer kurzen Beschreibung des jeweiligen Projekts führt. Hier werden die Bedeutung des Punktes für den lokalen Klimaschutz erklärt, aber auch Möglichkeiten gezeigt, wie man in Sachen Klimaschutz selbst wirksam werden kann. 

Noch steckt das Projekt in der Ideenphase. Viele Fragen sind noch offen, müssen diskutiert, geprüft und bearbeitet werden. Ziel ist jedoch ein Netzwerk aus Klimapunkten zu schaffen, das neugierig macht, informiert und zum Handeln motiviert.

Wer Lust hat mitzumachen, bitte eine kurze Mail an info@l-o-k.de

Die neue LOK-Gruppe “Klimapunktenetz” nach ihrem ersten Treffen

Bürgerenergie Hochtaunus setzt erstes Projekt um

Bürgerenergie Hochtaunus setzt erstes Projekt um

Photovoltaik-Anlage im Freibad Friedrichsdorf

Das große Engagement der Bürgerenergie Hochtaunus trägt erste Früchte. Bei dem Projekt handelt es sich um eine PV-Anlage mit einer Kapazität von 55 kWp auf dem Umkleidegebäude des Freibads. Der lokal erzeugte Strom wird überwiegend im Freibad verbraucht, der Rest ins öffentliche Netz eingespeist.

Erste Gespräche zu den vertraglichen Konditionen zwischen BEHT und den Verantwortlichen der Stadt Friedrichsdorf fanden Ende März statt. Nach nur sieben Wochen waren die Verträge unterzeichnet. Heute ist die Anlage sogar schon installiert (siehe Foto). Es fehlt nur noch der Netzanschluss durch die Syna, der zeitnah erfolgen soll.         

Zur Finanzierung des Projekts ist geplant, weitere Geschäftsanteile an die Mitglieder der Bürgerenergie Hochtaunus auszugeben. Nähere Informationen auf der Website www.buergerenergie-hochtaunus.de.

Foto: © Horst Meiser, Lokale Oberursler Klimainitiative

11. Juni: “Weltuntergang fällt aus”

WELTUNTERGANG FÄLLT AUS

Lesung mit dem Spiegel-Bestsellerautor Jan Hegenberg.

Warum die Wende der Klimakrise viel einfacher ist, als die meisten denken, und was jetzt zu tun ist.

Positiver Blick in die Zukunft

Die Klimakrise ist lösbar, die Energiewende machbar – und zwar einfacher als man denkt! In seinem Buch “Weltuntergang fällt aus!” zeigt Jan Hegenberg auf faktenbasierte und zugleich unterhaltsame Weise, wie wir mit innovativen Lösungen in den Bereichen Energie, Mobilität und Ernährung eine nachhaltige Zukunft gestalten können. Dezentrale Stromnetze, urbane Landwirtschaft und ressourcenschonende Ernährungskonzepte sind nur einige Beispiele dafür.

Hegenberg macht Mut zum Handeln und zeigt, dass die Klimakrise keine unvermeidbare Katastrophe ist, sondern eine Chance für positive Veränderungen.

Bitte anmelden:

Die Veranstaltung findet am 11. Juni um 19:30 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Kulturcafé Windrose statt.
Der Eintritt ist frei, u
m eine Spende für die Ausrichtung der Lesung wird gebeten.

Eine Platzreservierung ist auf der Seite des Kulturcafe´s möglich.

 

Jan Hegenberg © Simon Hegenberg

“Mit Voll-GAS in die roten Zahlen?” LOK warnt vor Kostenfalle Gastherme

Mit Voll-GAS in die roten Zahlen

LOK warnt vor Kostenfalle Gastherme

Rund 100 Personen folgten am 24. April der Einladung der Lokalen Oberurseler Klimainitiative (LOK) ins Oberurseler Rathaus. Thema: „Mit Voll-GAS in die roten Zahlen? – Neue Gasheizung oder Wärmepumpe?“.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse“, begrüßte Olaf Kallinich von der LOK die Gäste. „Es zeigt, wie groß das Informationsbedürfnis ist.“ Er und Ralf Zimpel hatten eine ausführliche Präsentation vorbereitet, die technische Details, ökonomische und ökologische Aspekte sowie die Bundesförderung für den Austausch fossiler Heizungen zusammenbrachte. 

Viele Hausbesitzer sind nach der Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) verunsichert. Im Zweifel entscheiden sie sich nach wie vor für herkömmliche, fossile Heizsysteme. Dabei steht mit der Wärmepumpe eine effiziente, jahrzehntelang bewährte Heizungstechnik, die die Anforderungen des GEG erfüllt, zur Verfügung. Kombiniert mit dem stetig anwachsenden Anteil erneuerbaren Stroms, tragen Wärmepumpen zur erforderlichen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bei.

Bei den zuletzt wieder stark nachgefragten Gasheizungen ist dagegen zukünftig mit deutlich steigenden Verbrauchskosten zu rechnen, denn die CO2-Bepreisung und die Gasnetzkosten werden ansteigen. Studien gehen von einem Anstieg der CO2-Preise von derzeit 45 Euro auf über 125 Euro in 2030 pro Tonne aus. „Wir reden dann über einen realistischen Kostenvorteil der Wärmepumpe von rund 40.000 Euro in 20 Jahren gegenüber einer modernen Gasheizung“ rechnet Olaf Kallinich vor.

Weiterhin waren die aktuellen Förderprogramme des Bundes, der KfW-Bank und der Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Thema des Abends. Der Heizungstausch und die energetische Gebäudesanierung werden demnach durch attraktive Zuschüsse und vergünstigte Kredite vor allem bei selbstgenutztem Wohnraum gefördert. Es gab zahlreiche Nachfragen und einen lebhaften Austausch.

Wer weitergehendes Interesse hat, findet die AG Wärmewende unter www.l-o-k.org und kann sich unter waermewende@l-o-k.de per Mail direkt vernetzen.

Oberursel klimaneutral 2035!?

Oberursel klimaneutral 2035!?

Podiumsdiskussion zur Klimaneutralität

Das Kernteam lud am 19. März zu einer Podiumsdiskussion zum Thema “Oberursel klimaneutral 2035!?” ein. Rund 100 Gäste verfolgten die Veranstaltung im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Auf dem Podium diskutierten:

Antje Runge, Bürgermeisterin der Stadt Oberursel
Julia Antoni, Geschäftsführerin der Stadtwerke Oberursel
Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt
Hans-Jürgen Weber, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Flecken-Steyerberg
Olaf Kallinich, Energieexperte der Lokalen Oberurseler Klimainitiative
Moderiert wurde die Veranstaltung von den beiden Vorstandsmitgliedern Jens Drillisch und Jan Schilling.

Impulsreferate aus Haßfurt und Flecken-Steyerberg

Norbert Zösch und Hans-Jürgen Weber berichteten in Impulsreferaten, wie ihre Gemeinden den Weg zur Klimaneutralität geschafft haben. Beide betonten die Bedeutung der Bürgerbeteiligung und des politischen Willens.

Diskussion: Herausforderungen und Chancen für Oberursel

In der anschließenden Diskussion zeigte sich Bürgermeisterin Antje Runge beeindruckt von den Beispielen aus Haßfurt und Flecken-Steyerberg. Julia Antoni erläuterte die aktuellen Schritte der Stadt Oberursel in Sachen Klimaschutz.

Olaf Kallinich lenkte den Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. Zösch und Weber betonten, dass Investitionen in den Klimaschutz langfristig gesehen günstiger seien als die Folgen des Klimawandels auszugleichen. Spontanen Applaus erhielt Weber für seine Aussage: “Mein 8. Anzug im Schrank, der amortisiert sich nie. Das 30. Paar Schuhe auch nicht. Aber wenn es darum geht, die Erde zu retten, dann wird auf einmal begonnen wirtschaftlich zu rechnen.” Zösch ergänzte, „dass es uns in Zukunft unwahrscheinlich viel Geld kosten wird, wenn wir nicht jetzt etwas in Sachen Klimaschutz tun und investieren.”

Klimaneutralität 2035: Oberursel will schneller handeln

Den Gästen der Veranstaltung gefiel das Engagement der Referenten und ihr Mut zur Veränderung in den Gemeinden Haßfurt und Flecken-Steyerberg.

Bürgermeisterin Runge bekräftigte das Ziel der Stadt Oberursel, 2035 klimaneutral zu werden. Von den Stadtverordneten sei zwar erst Klimaneutralität ab dem Jahr 2050 beschlossen, ihrer Meinung nach müsse es aber schneller gehen. Sie sagte, dass wir keinen Tag verlieren dürften und Klimaschutz jetzt beginnen und priorisiert werden müsse.

Blumenwiese selbst anlegen

Seminar der LOK-Gruppe „Insektenwiesen in Orschel“.

In einem zweiteiligen Seminar zeigen wir Wege zur Umwandlung einer Fläche in eine langlebige, insektenfreundliche Wildblumenwiese. Auch die weitere Pflege wird ein wichtiges Thema sein. So können durch Anpassung des Mahd-Regimes viele Degenerierungsprobleme gelöst werden.

Das Seminar ist kostenlos. Spenden sind willkommen. Die Plätze sind begrenzt, Anmeldung bis 1.4.2024 unter insekten@l-o-k.de.

Teil 1: Montag, 22. April 2024 19-22 Uhr, Raum Stierstadt, Stadthalle Oberursel

Teil 2: Praktisches Arbeiten an einer Beispielfläche, ½ Tag Anfang September

Gemeinsam lässt sich mehr bewegen! Jetzt mitmachen.

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