Kommunalwahl 2026

Positionierung der Parteien zu Fragen von Klimaschutz und Klimaanpassung

Zur Kommunalwahl 2026 möchte die Lokale Oberurseler Klimainitiative (LOK e.V.) von den Oberurseler Parteien und Wählervereinigungen wieder wissen: Wie ernst nehmen Sie es mit dem Klimaschutz? Wie soll Oberursel auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren?

Hierzu hat die LOK den zur Kommunalwahl 2026 antretenden Parteien 15 Fragen zu ihren Strategien sowie einzelnen Maßnahmen in Hinblick auf Klimaschutz und Klimaanpassung gestellt. 10 Parteien und Wählerbündnisse wurden befragt, 8 haben geantwortet: CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, OBG, ULO/Volt, AfD, Die Linke und Klimaliste.

Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen: Die Bürgerinnen und Bürger werden bei der kommenden Wahl klimapolitisch eine Richtungsentscheidung treffen. Obschon sich bis auf die AfD alle Parteien für Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen aussprechen und das Ziel „Klimaneutralität 2045“ (oder früher) bestätigen, gibt es große Unterschiede in der Priorisierung.

Sehen sie selbst, was die Parteien auf unsere Frage geantwortet haben.

Zu den Fragen und Antworten nach Themengebieten

Der Klimawandel ist real.

Die vergangenen zehn Jahre waren auch in Oberursel Rekordjahre, was die Zahl der Hitzetage und Starkregenereignisse angeht. Fast jeder kennt inzwischen jemanden, dessen Keller bei Starkregen vollgelaufen ist oder der gesundheitlich unter den Folgen des Klimawandels leidet: längere Pollensaison für Allergiker, stärkere Belastung von Herz und Kreislauf, Gereiztheit in langen Hitzeperioden oder Schlafstörungen in heißen Sommernächten. Wir alle spüren, dass sich etwas verändert – und sind meistens nicht begeistert.

Die Hitzetage mit Temperaturen über 30°C haben sich seit 1950 verdreifacht. Die zehn wärmsten Jahre in Deutschland fallen in die letzten 2 Jahrzehnte. 2024 war das bislang wärmste Jahr in Deutschland seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. (DWD)

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/folgen-des-klimawandels/monitoring-zur-das/monitoringbericht-2023-zur-das-klimaentwicklung-in#undefined

Um den menschengemachten Klimawandel begrenzen zu können, müssen wir die CO2-Emissionen schnellstmöglich reduzieren. Stattdessen steigt weltweit die Nutzung fossiler Brennstoffe weiter an und die CO2-Emissionen nehmen zu. Deutschland gehört – auch aufgrund einer mangelnden strukturellen Transformation im Gebäude- und Verkehrssektor – weiterhin zu den 15 Ländern und Regionen, die weltweit am meisten CO2 emittieren. (Quelle: EDGAR – Emissions Database for Global Atmospheric Research, Report 2025, https://edgar.jrc.ec.europa.eu/report_2025)

„Die Kosten unterlassenen oder unzureichenden Handels in Sachen Klimaschutz, … sind um ein Vielfaches höher als die Kosten vorsorgenden Handelns im Hier und Jetzt.“