Corona zum Trotz geht es mit Veranstaltungen weiter bei der lokalen Oberurseler Klimainitiative (LOK): Die erste digitale „Pitch-Night“, die am Mittwoch, 16. September vom Cafe Portstrasse aus ins Netz gestreamt wurde, war, so Mitbegründer und Moderator des Abends Jan Schilling, schon mal ein guter Anfang. „Da wir davon ausgehen, dass Präsenzveranstaltungen unseres rund 150 Menschen umfassenden Netzwerks vorläufig nicht mehr physisch stattfinden können, haben wir erstmals einen halb analogen, halb digitalen Abend präsentiert und wir sind zufrieden mit dem Ergebnis.“

Zehn Menschen waren am Abend live vor Ort, rund 30 hatten sich digital hinzugesellt. Das Ziel dieses Projektabends war dasselbe wie bei den beiden vorangegangenen: Menschen für den Klimaschutz in Oberursel zu begeistern und neue Ideen zu präsentieren, die sich in einem klar definierten Zeitrahmen und gemeinsam mit Gleichgesinnten leichter umsetzen lassen.

Vier neue Projektideen für den lokalen Klimaschutz in Oberursel

Die Protagonisten des Abends waren Rieke Boenisch, Sabine Behrent, Otto Bammel und Jürgen Betz. Alle vier stellten gut durchdachte und spannende Projektideen vor. Bereits an dem Abend haben sich kleine Projektgruppen zusammengefunden.

Allen vier Projekten kann man sich als interessierte Bürgerin oder interessierter Bürger sehr gerne noch anschließen!
Schreibt uns dafür einfach eine kurze Nachricht an info@l-o-k.de damit wir euch mit den Initiator*innen vernetzen können.

Rieke Boenisch warb für ein Bürgerforum für klimafreundlichen Konsum. Dieses soll in Form eines Stammtisches die Möglichkeit bieten, gute Ideen für eine klimafreundliche und nachhaltige Lebensweise zu sammeln und auszutauschen, voneinander zu lernen und miteinander konkrete Aktionen zu planen, mittels derer jeder und jede Interessierte den persönlichen CO2-Fußabdruck mindern kann. Rieke Boenisch möchte zu den Themen Ernährung, Mobilität und Energie Vortragsreihen gestalten, Bürgerwettbewerbe – sogenannte „Klima-Challenges“ – ins Leben rufen und Aktionstage durchführen. Dabei ist ihr wichtig, dass die Ideen von den Oberurselern selbst kommen und von diesen gemeinschaftlich und mit Freude umgesetzt werden.

Sabine Behrent sucht Unterstützung für ein Konzept für lokale Klimaanpassung, was es bislang in der Stadt Oberursel bedauerlicherweise nicht gibt.
Sie fragt ganz konkret, wie wir es in Zukunft schaffen können, das große Thema Klimawandel auf kommunaler Ebene zu bearbeiten. Welche Rahmenbedíngungen brauchen wir, damit auch Privatinitiativen ihren Beitrag leisten können. Wer sich hier beteiligen möchte, kann sich direkt an sie oder an die Lok wenden.

Jürgen Betz möchte an den Oberurseler Schulen Ideen entwickeln und Eltern, Lehrer, Schülerinnen und Schüler für Klimaschutz und Müllvermeidung sensibilisieren. Da Deutschland den traurigen Rekord des Plastikmüllweltmeisters hält, 2,8 Mrd Coffee-to-go Becher landen jährlich im Müll, Hunderte mit Sicherheit auch in Oberursel, kann hier viel verbessert werden. Dies gilt auch für ebenfalls im Müll landende Lebensmittel. Weitere Ideen und kreative Vorschläge sind mehr als willkommen!

Otto Bommel möchte Wasserkulturprojekte auf die Beine stellen, in denen es um einen bewussten Umgang mit der Ressource Wasser geht. Beispielsweise könnten Lesungen, Fachvorträge, Mitmachaktionen und eigene Ideen, kostbares Wasser zu sparen entwickelt werden. Das erste Treffen der Projektgruppe fand bereits kurz nach der Pitch-Night statt und lockte unseren City Manager Marcus Scholl in den LOK-Kreis. Weitere Informationen dazu, wie es weitergeht, findet Ihr auf der Projektseite.

Wie es jetzt weitergeht

Zu allen vier neuen Projekten haben wir weiterführende Informationen auf den verlinkten Projektseiten für euch zusammengestellt. Wie oben bereits geschrieben, könnt ihr uns gerne eine E-Mail an info@l-o-k.de zukommen lassen, wenn ihr noch Interesse habt zu einem der Projekte dazuzukommen. Alle freuen sich noch über motivierte Unterstützer*innen!

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