Oberurselerer Klimathon

Beim ersten Ideenfindungsabend der Lokalen Oberurseler Klimainitiative Ende 2019 stellte die Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Claudia von Eisenhart Rothe, die Idee eines CO2-Rechners für Oberursel vor.

Ziele des Projekts „CO2-Rechner“

Ein C02-Rechner soll dazu anregen, sich spielerisch mit dem eigenen Konsum- und Mobilitätsverhalten und dessen Auswirkungen auf das Klima auseinanderzusetzen und zu erfahren, wie man durch eigene Verhaltensänderungen einen nicht unerheblichen Beitrag zur CO2-Reduktion der Gesamtbevölkerung leisten kann.

Der Rechner soll ein möglichst niederschwelliges Angebot sein, das möglichst viele Menschen dazu aktiviert, sich mit ihrem eigenen CO2-Fußabdruck auseinanderzusetzen und eigene Handlungsmöglichkeiten immer wieder in den Fokus zu rücken.

Vom C02-Rechner zur Klimathon-Challenge via App

In der Zwischenzeit konne von Eisenhart Rothe mit Christoph Kunz, Gründer des Klima-Startups worldwatchers GmbH, einen kompetenten Partner für die Umsetzung der Idee im digitalen Bereich gewinnen.

Worldwatchers hat mit dem „Klimakompass“ eine App entwickelt, die es erlaubt, den eigenen CO2-Fußabdruck zu bestimmen sowie für mehr als 1,2 Mio. Konsumprodukte den jeweiligen CO2-Fußabdruck zu ermitteln. Zudem gibt die App gut umsetzbare Hinweise zur Senkung des persönlichen Fußabdrucks.

Das der kostenlosen App zu Grunde liegende Konzept geht auf die Kooperation mit dem renommierten Wuppertal Institut für Umwelt, Klima, Energie zurück. Vom bekannten Online-Nachhaltigkeitsmagazin Utopia wurde der Klimakompass unlängst als „die möglicherweise wichtigste App des Jahres“ bezeichnet.

Gemeinsam entstand die Idee, aufbauend auf der App einen lokalen „Klimathon“ auszurufen. Aufbauend auf den Daten und Funktionalitäten der App können Nutzer gemeinsam CO2 einsparen und sich verschiedenen Challenges stellen.

Was ist ein Klimathon?


Die Kooperationspartner BUND, LOK, Worldwatchers und Stadtwerke Oberursel planen dieses bundesweit erste Pilotprojekt in Sachen Reduzierung des persönlichen CO2-Fußabdrucks wie folgt: In Anlehnung an die klassische Marathondistanz dauert der Wettbewerb genau 42,195 Tage: Sechs Wochen lang finden appbasierte Challenges (= 42 Tage) statt, zum Abschluss gibt es eine Live-Challenge am darauffolgenden Samstagvormittag für 4:41 Stunden (= 0,195 Tage).

Zu Beginn ermitteln alle Teilnehmenden den eigenen CO2-Fußabdruck mittels der App „Klimakompass“, die man sich gratis im Google Play- und Apple Store herunterladen kann.
Nach dieser Standort-Analyse beginnen die sechs Wochen „Klimathon“, in denen jede Woche verschiedene Vorschläge – sogenannte „Challenges“ – zur Reduktion des eigenen CO2-Fußabdrucks in der App vorgeschlagen werden – in jeder Woche dreht es sich um einen der sechs privaten Lebensbereiche Wohnen, Ernährung, Mobilität, Urlaub/Freizeit, Shopping oder Digitales Leben. In der App wird dann jeweils auf passende Informationsangebote zum Klimaschutz verwiesen, die von den Stadtwerken Oberursel bereits angeboten werden.
Die ersten Challenge-Ergebnisse werden im Laufe der Aktion mit der „Halbzeitbilanz“ bekanntgegeben. Am Ende des Klimathons wird das worldwatchers-Team virtuell errechnen, wie viel CO2 die teilnehmenden Oberurseler*innen insgesamt eingespart haben und wie viel sie zukünftig pro Jahr einsparen können, wenn sie die mit den erfüllten Challenges verbundenen Verhaltensweisen in ihr tägliches Leben dauerhaft übernehmen.

Wie kann ich am Oberurseler Klimathon teilnehmen?

Die Teilnahme am „1. Oberurseler Klimathon“ ist denkbar einfach:

  • Kostenlos Klimakompass-App im GooglePlay oder Apple Store herunterladen
  • Eigenen CO2-Abdruck mit wenigen Klicks ermitteln
  • ab dem 19.10.2020 auf den Menüpunkt „Challenges“ klicken und den Code „1OK2020“ eingeben, um Teil des ersten Oberurseler Klimathons zu werden!

WICHTIG: Der 1. Oberurseler Klimathon wird pünktlich am 19.10.2020 um 0:00 Uhr freigeschaltet. Vorher ist die Challenge in der App nicht sichtbar!

Wichtig zu erwähnen ist, dass von den Nutzern der worldwatchers App keine Personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO erhoben werden.

Der BUND, die LOK und die Stadtwerke Oberursel sind gemeinsam der Auffassung, dass jede einzelne Person durch einfach umsetzbare Veränderungen des Konsum-Verhaltens einen Beitrag zur Reduktion des Treibhausgases CO2 leisten kann. Sie hoffen, dass möglichst viele Smartphone-affine Nutzer beim „1. Oberurseler Klimathon“ mitmachen und das worldwatchers-App-Fieber auch auf andere Kommunen übergreift.