Oberurselerer Klimathon

Beim ersten Ideenfindungsabend der Lokalen Oberurseler Klimainitiative Ende 2019 stellte die Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Claudia von Eisenhart Rothe, die Idee eines CO2-Rechners für Oberursel vor. Aus dieser Idee und dem Kontakt zu Christoph Kunz, dem Gründer des Klima-Startups worldwatchers GmbH entwickelte sich das Projekt “Oberurseler Klimathon”, das 2020 Prämiere feierte und 2021 in sein zweites Jahr geht.

Ziele des Klimathon

Mit Hilfe einer App können sich die Teilnehmer:innen am Klimathon mit den unterschiedlichen Möglichkeiten auseinandersetzen, den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Die App informiert dabei nebenher über klimafreundliche Alternativen zur Butter oder animiert, häufiger mal statt des Autos das Fahrrad für den Weg zur Arbeit zu nutzen. So soll ein Bewusstsein geschaffen werden für die Möglichkeiten, die jede:r Einzelne hat, klimafreundlicher zu leben.

Wie funktioniert der Klimathon

In Anlehnung an die klassische Marathondistanz dauert der Wettbewerb genau 42,195 Tage: Sechs Wochen lang finden appbasierte Challenges (= 42 Tage) statt, zum Abschluss gibt es eine Live-Challenge am darauffolgenden Samstagvormittag für 4:41 Stunden (= 0,195 Tage).

Zu Beginn ermitteln alle Teilnehmenden den eigenen CO2-Fußabdruck mittels der App “Klimakompass“, die man sich gratis im Google Play- und Apple Store herunterladen kann.
Nach dieser Standort-Analyse beginnen die sechs Wochen „Klimathon“, in denen jede Woche verschiedene Vorschläge – sogenannte „Challenges“ – zur Reduktion des eigenen CO2-Fußabdrucks in der App vorgeschlagen werden – in jeder Woche dreht es sich um einen der sechs privaten Lebensbereiche Wohnen, Ernährung, Mobilität, Urlaub/Freizeit, Shopping oder Digitales Leben. In der App wird dann jeweils auf passende Informationsangebote zum Klimaschutz verwiesen, die von den Stadtwerken Oberursel bereits angeboten werden.
Die ersten Challenge-Ergebnisse werden im Laufe der Aktion mit der „Halbzeitbilanz“ bekanntgegeben. Am Ende des Klimathons wird das worldwatchers-Team virtuell errechnen, wie viel CO2 die teilnehmenden Oberurseler*innen insgesamt eingespart haben und wie viel sie zukünftig pro Jahr einsparen können, wenn sie die mit den erfüllten Challenges verbundenen Verhaltensweisen in ihr tägliches Leben dauerhaft übernehmen.

Wie werden die Punkte berechnet? 

Um die Erderhitzung auf max. 1,5 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, ist es notwendig, dass man bis 2030 global pro Kopf nur noch 2,5 Tonnen CO₂ verbraucht. Um in Deutschland von 11,2 Tonnen pro Kopf und pro Jahr auf 2,5 Tonnen bis 2030 zu kommen, müsste umgerechnet jede:r den eigenen Verbrauch jedes Jahr um 870kg reduzieren. Die Punkte der Challenges stehen für den prozentualen Anteil an diesem jährlichen Reduktionsziel. Das heißt: Nach DSGVO-konformer Auswertung wird die Summe des eingesparten CO₂ auf Basis der Angaben der absolvierten Challenges – im Verhältnis der Einsparungen bezogen auf das durchschnittliche jährliche Reduktionsziel von ca. 0,9t (0,87 t auf 10 Jahre) und dem deutschen Durchschnittsausstoß an CO₂ (11,2 t pro Kopf) – berechnet.

Der 2. Oberurseler Klimathon ist für den Zeitraum vom 25.9. – 7.11.2021 geplant. Weitere Informationen auf der News Seite.